In Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, um gemeinsam in gegenseitiger Hilfe Probleme zu lösen, von denen sie direkt oder indirekt betroffen sind. Die Kontaktstelle bietet diesen Menschen vielschichtige Hilfe an. So unterstützt sie bei der Gründung von Gruppen, in der Öffentlichkeitsarbeit sowie bei Aus- und Weiterbildungen für Gruppenmitglieder und Ansprechpartner. Zudem kann sie Hilfe z. B. bei Förderanträgen leisten. Die Vermittlung betroffener und interessierter Menschen steht im Mittelpunkt der Aufgaben.
Um diese Ziele zu erreichen, ist ein neues Verständnis von professioneller sozialer Arbeit und eine kooperative Beratung erforderlich, die die ratsuchenden Menschen „auf gleicher Augenhöhe“ anspricht, d.h.:
- Weg mit der defizitorientierten Betrachtung gesundheitlicher und psychosozialer Probleme eines Menschen, die nur durch Versorgung und Behandlung und professionelle Interventionen gelöst werden können!
- Hin zu einem gleichberechtigten Umgang, bei dem die gesunden und positiven Anteile, die Möglichkeiten, die „Selbstheilungskräfte“ eines Menschen in den Vordergrund rücken!
- Selbsthilfe kann nicht verordnet, sondern muss gewollt werden.
- Die Kontaktstelle für Selbsthilfe ist nicht für das Gelingen bzw. Misslingen einer Selbsthilfegruppe und ihrer inhaltlichen Arbeit verantwortlich.
- Grundsatz der Selbsthilfe: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!